- Naturstein ist
strapazierfähig
-
Naturstein ist einer der strapazierfähigsten Baustoffe. Nichts desto trotz nimmt auch der härteste
Naturstein eine unsachgemäße Pflege übel.
Die
Oberfläche von Naturstein ist nicht geschlossen wie die Oberfläche eines
Spiegels, auch wenn es sich dem menschlichen Auge so darstellt. Wenn Sie
Naturstein unter einem hoch auflösenden Mikroskop betrachten, können Sie ein
Kapillarsystem erkennen. Durch die Poren dieses Kapillarsystems können Wasser,
Öle und andere Flüssigkeiten in den Naturstein eindringen
.
Wer die Natursteinarten kennt, weiss worauf er achten muss
Die meisten Natursteinfliesen sind gegenüber im Haushalt gebräuchlichen Stoffen unempfindlich. Allerdings
bestehen nicht alle Natursteinfliesen gegen Aggressoren wie z.B. Säure. Säureempfindlich reagieren u.a. Marmor,
Kalkstein, China Black oder Azul Bahia. Andere Steine reagieren empfindlich auf Basen; zu ihnen gehört
China Nero Assoluto. Die genannten Natursteine können bei Kenntnis dieser Eigenschaften trotzdem in stark
frequentierten Bereichen eingesetzt werden. Beispielsweise liegt der Kalkstein Nero Marquina im stark
frequentierten Bereich einer Hamburger Geschäftspassage.
Pflegeanleitungen für Natursteinfliesen
Wenn man sich rechtzeitig – das heißt bereits vor dem Verlegen – über Pflege und Reinigung des jeweiligen
Natursteins erkundigt, kann dies sehr hilfreich sein.
Imprägnierung
Raue, porige oder stark saugende Natursteinfliesen können bereits vor der Verfugung mit einem so genannten
Verfugungs-Vorimprägnierer behandelt werden. Der Verfugungs-Vorimprägnierer (Produktname S 40) erleichtert das
Nachwaschen, da der Fugmörtel nicht in den Stein eindringen kann. Bei im Sand- oder Kiesbett zu verlegenden
Terrassenplatten können die Steine vor dem Verlegen von allen Seiten – auch von unten – imprägniert werden.
Damit besteht ein erhöhter Rundumschutz.
Bitte beachten Sie bei allen Imprägnierungen, dass der Stein sauber und trocken sein muss.
Nach dem Verlegen müssen oft diverse Verschmutzungen entfernt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Stein
säure- und basenfest ist, sollten Sie einen Neutralreiniger wie beispielsweise das Produkt R 55 verwenden.
In Bereichen, wo mit starken Verschmutzungen zu rechnen ist – wie im Eingangsbereich oder der Küche – empfiehlt sich
die Imprägnierung des Natursteins. Eine Imprägnierung soll keine Schicht auf dem Stein bilden, sondern lediglich
dessen Porenvolumen verfüllen.
Damit die Imprägnierung gut in den Stein und dessen Kapillaren eindringen kann, muss der Stein völlig trocken sein.
Die Imprägnierung arbeitet nach dem Prinzip: wo ein Stoff ist, kann nicht gleichzeitig ein anderer sein.
Mit Imprägnierung aufgefüllte Kapillaren schützen daher die Natursteinfliesen vor Verschmutzungen, da letztere nicht
mehr in den Stein eindringen können. Eine Imprägnierung ist mehrere Jahre aktiv und kann jederzeit wieder aufgefrischt werden.
Bei der Imprägnierung können Sie zwischen farbneutraler und farbvertiefender Imprägnierung wählen. Die farbvertiefende
Imprägnierung verleiht dem Stein einen Nasseffekt. Der Stein erscheint dadurch dunkler und seine Strukturen werden
hervorgehoben. Die farbvertiefende Imprägnierung wird häufig bei geflammten Steinen verwendet, um deren Farbe und
Strukturen besser herauszuarbeiten. Auch schwarze Steine können damit in ihrer Ausstrahlung intensiviert werden.
Helle Steine werden in der Regel farbneutral imprägniert.
Eine Imprägnierung nach der Verlegung ist in jedem Fall den werkseitig imprägnierten Fliesen vorzuziehen. Ein Grund
dafür ist, dass es bei bereits werkseitig imprägnierten Fliesen zu Störungen bei der Austrocknung des Untergrundes kommen
kann (die Feuchtigkeit kann nicht durch den imprägnierten Stein entweichen). Auch kann man hier nicht zwischen
verschiedenen Arten der Imprägnierung wählen. Zudem stehen für werkseitig vorgenommene Imprägnierungen in der Regel
keine weiteren, auf die Imprägnierung abgestimmten Pflegeprodukte zur Verfügung. Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass es
für werkseitig imprägnierte Natursteine oft schwierig ist, ein passendes Produkt für die Nachimprägnierung zu finden.
Sandsteine mit einem hohen Porenvolumen sollten Sie am besten zweifach imprägnieren: Zuerst mit dem Imprägnierer S 32;
dieser ist sehr flüssig und dringt tief in den Stein ein. Nach 24 Stunden können Sie noch einmal mit S 34 imprägnieren.
Die Kombination von S 32 und S 34 bietet optimalen Schutz.
Pflege
Zur weiteren Unterhaltspflege empfehlen wir Ihnen unsere Edelsteinseife P 24. P 24 ist neutral und führt dem Stein
pflegende Substanzen zu. Die Imprägnierung wird bei der Verwendung von P 24 nicht angegriffen.
Für Marmorbäder steht ein spezieller Marmorbadreiniger zur Verfügung – das Produkt R 56. Der Marmorbadreiniger entfernt
Kalkbeläge ohne den Marmor anzugreifen.
Für Küchenplatten steht ein spezieller Küchenplattenreiniger zur Verfügung – P1. P1 frischt bei jeder Anwendung die
bestehende Imprägnierung auf.
Mit der richtigen Pflege erhalten Sie Ihren Stein über Generationen schön.
Bitte beachten Sie bei allen Pflegemitteln, gleich welcher Art, dass Steine sehr unterschiedlich reagieren können.
Es empfiehlt sich daher, bei allen Stoffen, mit denen Sie Ihren Stein behandeln möchten, zuerst eine Probefläche
anzulegen. Auf diese Weise können Sie unerwünschte Wirkungen bei der Reinigung ausschließen.
Alle genannten Pflegemittel können Sie auch bei uns beziehen. Der folgende Link führt Sie zu unserem
Steinpflege-Shop für Naturstein.
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